Verabschiedung unserer Pflegedirektorin Sabine Brase

„Das Pflegefachpersonal muss noch stärker als kompetenter Ansprechpartner wahrgenommen werden. Dazu gehört, dass der Pflege noch mehr Verantwortung eingeräumt wird und sie selbständig arbeiten kann." Mit wenigen Worten kann Sabine Brase ihre Mission umreißen, die sie im Laufe ihres Berufslebens als Pflegedirektorin unterschiedlichster Krankenhäuser mit ganzer Kraft verfolgt hat. Nun verlässt sie nach zwei Jahren das Klinikum Oldenburg – und wechselt als Geschäftsführerin an das Ernst-von-Bergmann Klinikum in Potsdam. 

Eine Zäsur für Sabine Brase, die im Klinikum Oldenburg eine ganze Reihe wichtiger und neuer Themen implementieren konnte: So trieb sie die Akademisierung der Pflege voran und legte einen Grundstein dafür, den Fachkräften über die wissenschaftliche Betätigung mit der Pflege neue Entwicklungshorizonte zu eröffnen. Die Folge davon: nicht nur ein neues Selbstverständnis der Pflege, sondern auch eine stärkere Wahrnehmung bei potentiellen Bewerberinnen und Bewerbern. Auch die Etablierung einer neuen Führungskultur war ihr ein Anliegen – geprägt von klaren Prozessen, wiederkehrenden Kennzahlen und stets auf der Basis einer gründlichen akademischen Ausbildung. Viele Projekte hat sie angestoßen, viele Themen wie etwa die Interprofessionelle Ausbildungsstation OLIPSTA werden bleiben. Mit dem Wechsel in die Geschäftsführung geht sie nun allerdings einen aus ihrer Sicht „logischen nächsten Karriereschritt". 

„Eine unermüdliche Macherin mit einem klaren Plan" – so sei sie in Oldenburg stets aufgetreten, sagt der Vorstandsvorsitzende Rainer Schoppik, der Sabine Brase am Freitag im Klinikum verabschiedete. „Wir haben sie als Kämpferin für ihre Pflege wahrgenommen, als Expertin, die für die Sache brennt und der Pflege neue Wege bereiten wollte". Gerade die Weiterentwicklung dieser Profession im Sinne der Patientinnen und Patienten sei das erklärte Ziel des Klinikums Oldenburg: „Denn natürlich ist die Pflege eine entscheidende Säule im Krankenhaus, die in Zeiten von Fachkräftemangel und erhöhter Belastung konsequent gefördert und unterstützt werden muss." Die Impulse und Aktivitäten von Sabine Brase seiden deshalb stets willkommen gewesen – auch wenn die Implementierung vieler Vorhaben natürlich Zeit bräuchte. Hier stünden die kommissarischen Nachfolgerinnen Ilka Boy und Michaela Hög-Engelage ebenso in der Verantwortung wie die neue Leitung, die in den kommenden Monaten berufen werden soll. 

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